Fanfic: In Guten wie in Schlechten Tagen by ChrissiTine (Free to read, 564,411Clicks)

Description:

Adventskalender-FF. Rose und Scorpius bekommen ein Baby. Das war zwar nicht geplant, aber es wird schon irgendwie gehen. Hoffentlich. Auch wenn strenge Bettruhe, ihre Familie und der Arbeitsalltag es ihnen mehr als schwer machen.

Characters:

No Archive Warnings ApplyScorpius Malfoy/Rose Weasley Hermione Granger/Ron Weasley Astoria Greengrass/Draco MalfoyRose Weasley Scorpius Malfoy Ron Weasley Hermione GrangerPregnancy Unplanned Pregnancy marriage trouble Family Feels Adventskalender

Summary:

Summary:

Adventskalender-FF. Rose und Scorpius bekommen ein Baby. Das war zwar nicht geplant, aber es wird schon irgendwie gehen. Hoffentlich. Auch wenn strenge Bettruhe, ihre Familie und der Arbeitsalltag es ihnen mehr als schwer machen.
Die FF gehört in mein 10-kleine-Dinge-Universum, kann aber problemlos auch separat gelesen werden. Kein Bezug zu The Cursed Child.

Notes:

Die FF gehört in mein 10-kleine-Dinge-Universum, kann aber problemlos auch separat gelesen werden. Kein Bezug zu The Cursed Child.
So, da ist er wieder, mein jährlicher Adventskalender. Ich war mir wie immer nicht sicher, ob ich noch Zeit und Inspiration für 24 weitere Kapitel habe, aber ihr hattet noch einmal Glück. Diese FF basiert auf einer Idee, die ich schon vor einer Ewigkeit hatte und die auf ein paar Kapiteln aufbaut, die ich vor sage und schreibe neun Jahren und zwei Computern begonnen habe. (Witzigerweise hab ich an diesem Dokument genau neun Jahre später am gleichen Tag angefangen, weiterzuarbeiten.) So lange schwirrt mir diese Idee nun schon im Kopf herum und endlich hatte ich genug Ideen, dass es nicht nur bei einem unveröffentlichten One Shot bleibt. Einige Kapitel im Mittelteil sind offensichtlich von meiner FF letzten Jahres inspiriert und spinnen die Beziehung zwischen Andromeda und Narcissa etwas weiter (und beleuchten vor allem auch Narcissas Seite, die ist letztes Jahr eher in meinem Kopf zu Wort gekommen als auf dem Papier).
Beim Schreiben schau ich meistens alte DVDs von mir im Hintergrund, weil ich bei Stille schlecht schreiben kann. Dieses Jahr waren ein paar Staffeln von One Tree Hill dran, was eventuell erklärt, warum ich so viel über die komplizierten Beziehungen innerhalb der Familie Malfoy geschrieben habe, obwohl das ursprünglich eigentlich gar nicht mein Plan gewesen ist. Wer One Tree Hill kennt, weiß, dass dysfunktionale Familie letzten Endes der Dreh- und Angelpunkt der Serie war und warum mich das beeinflusst hat. Aber ich bereue nichts, denn ich finde diese Beziehungen der Malfoys ungemein spannend und interessant und sie geben so viel her, auch wenn der Status Quo, der zu diesem Zeitpunkt in meinem Universum erreicht worden ist, sich nicht mehr viel ändern wird.
Es ist nicht immer die fröhlichste Geschichte, aber ich mag Happy Ends und jeder, der eine meiner anderen FFs gelesen hat, die zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Universum spielen, weiß, wie sie ausgehen wird. Ich hoffe dennoch, dass sie euch gefällt und ihr Spaß beim Lesen habt und ganz besonders würde ich mich freuen, wenn ihr einen Kommentar hinterlassen würdet.

Chapter 1: Keine guten Nachrichten

Chapter Text

Ende Januar 2028

Nennen Sie fünf mögliche Gründe für anhaltenden Schluckauf. Beschreiben Sie ausführlich, welche verschiedenen Behandlungsmethoden es gibt und unter welchen Umständen sie nicht funktionieren. Bonuspunkte: Schluckauf kombiniert mit Lähmfluch. Welche Auswirkungen hat der Lähmfluch auf die von Ihnen vorgeschlagenen Behandlungsmethoden? Welche funktionieren nur dann? Welche werden wirkungslos? Welche werden lebensgefährlich?

Rose Malfoy, geborene Weasley, rieb sich stöhnend ihren schmerzenden Kopf. Sie schloss die Augen und versuchte sich daran zu erinnern, was sie erst gestern auf ihren Karteikarten gelesen hatte. Sie hatte vor Monaten ausführliche erstellt, die sich alle um Schluckauf drehten. Es gab mindestens zehn verschiedene Methoden, die sie hier aufführen konnte, aber im Moment fiel ihr keine einzige ein.
Sie griff nach ihrer Wasserflasche und trank einen großen Schluck. Dann atmete sie tief durch, in der Hoffnung, so ihre Kopfschmerzen zu vertreiben, aber es wurde nicht besser, sondern eher noch schlimmer. Ihre Augen fingen an zu tränen und sie hatte große Probleme damit, nicht das Gesicht zu verziehen, als sie ein besonders starker Tritt traf. Sie legte eine Hand auf ihren runden Babybauch in der Hoffnung, ihre Tochter so zu beruhigen. Das Baby konnte wahrscheinlich spüren, wie nervös sie war.
Aber sie hatte auch allen Grund, nervös zu sein, schließlich war dieser Test entscheidend dafür, dass sie dieses Jahr ihrer Ausbildung bestand. Wenn sie in diesem Test versagte, dann müsste sie das Ausbildungsjahr wiederholen. Sie konnte es sich nicht leisten, noch ein weiteres Jahr zu verlieren. Nach diesem Test würde alles vorbei sein, sie würde in den Mutterschutz gehen und das nächste Jahr pausieren, um sich um ihre Tochter zu kümmern, bevor Scorpius diese Aufgabe übernahm und sie sich wieder ihrer Ausbildung zuwenden konnte. Sie musste nur noch diesen verdammten Test bestehen, dann würde sie für eine Weile Ruhe haben.
Verzweifelt ging sie alles durch, was sie in den letzten Wochen und Monaten gelernt hatte. Sie stellte sich vor, wie genau die Karteikarten ausgesehen hatten, auf denen sie alles Wichtige über Schluckauf festgehalten hatte und atmete erleichtert durch, als ihr endlich etwas einfiel.
Sie strich sich noch einmal über ihren runden Bauch, als sie einen leichteren, ermutigenden Tritt spürte, und griff wieder zu ihrer Feder. Ihre Hand flog nur so über das Pergament, als ihr mehr und mehr Dinge einfielen. Ihre Schrift wurde immer größer und unleserlicher, als sie erschrocken feststellte, dass sie nur noch zehn Minuten hatte, bis die Zeit abgelaufen war. Glücklicherweise war diese Frage die letzte. Die anderen hatte sie alle schon mehr oder weniger zu ihrer Zufriedenheit beantwortet.
Sie hörte, wie die anderen Ausbildungsheiler ebenfalls hektisch auf ihre Pergamente kritzelten, aber sie schaute nicht auf, um sich nicht abzulenken. Ihre Kopfschmerzen wurden immer schlimmer, außerdem kam jetzt auch noch ein Dröhnen in ihren Ohren dazu und die ständigen Tritte ihres Kindes halfen ihr auch nicht gerade dabei, sich zu konzentrieren. Sie war sich ziemlich sicher, dass ihr letzter Satz keinen Sinn ergab und sie sich sogar widersprochen hatte, aber das war nicht zu ändern, als sich das Pergament vor ihren Augen einrollte und nach vorne zu ihrem Prüfer flog, einem sehr streng aussehenden Heiler, der aber sehr fair und unglaublich nett war, wenn man ihn näher kannte.
Rose schloss erleichtert die Augen und lehnte sich in ihrem Stuhl zurück, während neben ihr jemand in Tränen ausbrach, und mit erstickter Stimme verkündete, dass sie Frage siebzehn nicht richtig beantwortet hatte.
Rose war das völlig egal, sie war nur froh, dass es endlich vorbei war. Seit Wochen hatte sie sich immer mehr in diesen Test hineingesteigert, die letzten drei Tage hatte sie vor Aufregung und Lernstress nicht mehr schlafen können. Von jedem Essen war ihr schlecht geworden. Ihr Rücken tat ihr unheimlich weh, weil sie in den verschiedensten Positionen versucht hatte zu lernen und keine wirklich funktioniert hatte.
Kurz gesagt, die letzten Wochen waren ein furchtbarer Alptraum gewesen und Rose war einfach nur erleichtert, dass das alles endlich hinter ihr lag. Sie hatte ihr Bestes gegeben und die meisten Antworten waren wie aus dem Lehrbuch. Es musste schon mit dem Teufel zugehen, wenn sie diesen Test nicht bestand. Bisher hatte sie noch alles bestanden, und abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen auch immer die Höchstnote erreicht. Das würde sie dieses Mal wahrscheinlich nicht schaffen, aber es war in Ordnung, wenn sie einmal nicht die Beste war. Sie würde trotzdem eine Heilerin werden. Und im nächsten Test würde sie auch wieder besser abschneiden. Wenn ihr nicht ständig jemand in die Eingeweide trat und Kaffee nicht mehr verboten war.
“Vielen Dank für Ihr Erscheinen, meine Damen und Herren. Die Ergebnisse werden Ihnen in ein paar Tagen per Eule zugeschickt.” Der Prüfer tippte jedes Pergament mit seinem Zauberstab an und ließ es verschwinden. Er schaute auffordernd in die Runde. “Worauf warten Sie noch? Gehen Sie! Genießen Sie den Rest des Tages. Sie sind jetzt hoffentlich einen Schritt näher dran, Heiler zu sein.”
Roses Kommilitonen packten schnell ihre Schreibutensilien, Wasserflaschen und Essensreste ein, bevor lauter Stühle über den Boden scharrten und vierundzwanzig angehende Heiler und Heilerinnen aufstanden und aus dem Zimmer eilten. Auch Rose machte sich daran, ihre Sachen zu packen, aber um einiges langsamer. Sie sah, wie Carmen und Sarah, zwei Ausbildungsheilerinnen aus ihrem Jahrgang, mit denen sie sich gleich am ersten Tag angefreundet hatte, in der Tür stehen blieben und auf sie warten. Sie wollten wie nach jedem Test zusammen ins Muggelcafe gegenüber vom Mungos gehen, um ihn ausführlich zu besprechen und sich über die Fragen zu ärgern. Sie hatte Scorpius zwar versprochen, direkt nach dem Test nach Hause zu gehen und sich hinzulegen, aber Sarah und Carmen hatten sie so enttäuscht angesehen, dass sie wenigstens für eine halbe Stunde hatte mitgehen wollen. Die Treffen machten normalerweise viel Spaß, wenn endlich die Anspannung von ihnen abfiel und sich ihr Herzschlag wieder beruhigte. Aber so wie sie sich fühlte, war das wahrscheinlich keine gute Idee.
Stöhnend stand Rose auf und stemmte eine Hand in ihren Rücken, in der Hoffnung, so den Schmerz zu unterdrücken. Das Hämmern in ihrem Schädel und das Dröhnen in ihren Ohren wurden immer lauter. Sie nahm ihre Sachen in die Hand und machte sich auf den Weg zur Tür. Sie krümmte sich zusammen, als sie einen starken Schmerz in ihrem Bauch spürte. Der Prüfer, der gerade dabei gewesen war, seine Sachen in einer großen Aktentasche zu verstauen, schaute überrascht auf, als er ihren Schmerzensschrei hörte und ihre Flasche zu Boden fiel. Sofort eilte er um das Pult herum und an Roses Seite. Auch Carmen und Sarah kamen sofort herbeigestürzt.
“Ms Malfoy? Geht es Ihnen gut? Ist alles in Ordnung?”
Für einen professionellen Heiler stellt er aber ziemlich dämliche Fragen, dachte Rose noch und wollte gerade den Mund aufmachen, um ihm das zu sagen, als sich alles um sie herum zu drehen begann. Sie verlor ihren Halt und versuchte sich erfolglos irgendwo festzuhalten, bevor sie fiel und alles um sie herum schwarz wurde.
/-/
“Sind Sie wahnsinnig?” Scorpius Malfoy schaute von dem Pergament auf, das ihm der schon viel zu alten Ministeriumsmitarbeiter Perkins auf den Schreibtisch gelegt hatte. Er hoffte inständig, dass das nur ein Scherz war, denn wenn das tatsächlich ernst gemeint war, dann … Das konnte er sich gar nicht vorstellen. “Glauben Sie wirklich, dass … wie haben Sie es genannt? … Kartenverkäufer für Muggelquidditch, wo es nur einen Ball und keine Besen gibt eine adäquate Berufsbezeichnung ist? Beim Merlin, selbst mein Schwiegervater weiß, dass der Sport Fußball genannt wird! Wo leben Sie denn?!”
Dieser Mann hätte schon längst in Rente geschickt worden sein sollen. Er wurde von Abteilung zu Abteilung weitergeschoben, in der Hoffnung, ihn nie wieder ertragen zu müssen. Letztes Jahr hatte Scorpius diese Hoffnung auch geteilt, nur um sie vor die Füße geworfen zu bekommen, als selbst die zwei komischen Typen aus dem offiziellen Koboldstein-Klub im siebten Stock nicht mit ihm zurechtkamen. Jetzt hatte er diesen dämlichen Idioten wieder an der Backe und musste seine ganze Arbeit kontrollieren. Es wäre wirklich einfacher gewesen, sie selbst zu machen.
Warum nahm eigentlich niemand die Muggel-Abteilung ernst? Als er im amerikanischen Ministerium gewesen war, hatte er gesehen, wie anders es laufen konnte. Dort gab es ein weit verzweigtes Netzwerk von Abteilungen, die alle mit Muggeln zu tun hatten. Von Verschleierungen der Magie in der Muggelwelt bis hin zu gefälschten Arbeitsnachweisen und Krankenversicherungen, die manche Zauberer für irgendwelche Anträge in der Muggelwelt brauchten.
Scorpius war gerade dabei, etwas Ähnliches im britischen Ministerium aufzubauen, aber es lief ziemlich schleppend voran, weil viele höher gestellte Ministeriumsangestellte nicht den dringenden Nutzen darin sahen, der ganz eindeutig vorhanden war. Glücklicherweise unterstützte ihn Minister Shaklebold, sonst wäre es völlig hoffnungslos gewesen. Aber schon allein die Tatsache, dass ihm jemand wie Perkins zur Unterstützung geschickt wurde, zeigte eindeutig, wie wichtig dieses Projekt war.
“Wer achtet schon auf diese unwichtigen Details?”, erwiderte Perkins unbeeindruckt.
“Muggel!”, rief Scorpius aufgebracht. “Muggel achten auf sowas! Verdammt noch mal, wollen Sie die ganze Zauberwelt outen?!” Das fehlte ja noch, dass durch diesen Idioten alles auffliegen würde! Scorpius sah schon die Schlagzeile vor sich. Und wem würde am Ende die Schuld in die Schuhe geschoben werden? Natürlich ihm! Schließlich war er ein Malfoy und Malfoys hassten alles, was auch nur im Entferntesten mit Muggeln zu tun hatte. Es war ganz egal, dass er die Tochter von Ron und Hermine Weasley geheiratet hatte – ein Halbblut – das hatte er wahrscheinlich alles nur gemacht, um die ganze Welt zu täuschen und sich dafür zu rächen, dass sein Großvater nach dem Krieg in der Zauberwelt keinen sehr guten Ruf mehr hatte. Es war völlig egal, dass die Muggel ihm tatsächlich am Herzen lagen und es keinen anderen Beruf gab, den er lieber haben würde. Ganz abgesehen davon, dass er Rose über alles liebte und sich ein Leben ohne sie nicht vorstellen konnte.
“Passen Sie auf”, sagte Scorpius schließlich und griff nach einem leeren Pergament. “Wenn Sie das nächste Mal einen Arbeitsnachweis anfertigen, dann benutzen Sie nur diese Berufe, haben Sie verstanden?” Er schrieb den Beruf von Roses Großeltern auf – Zahnarzt – dann Verkäufer in einem Souvenirladen beim Picadilli Circus und Müllmann. Außerdem schrieb er das Durchschnittseinkommen daneben, damit Perkins sich irgendetwas darunter vorstellen konnte. “Wehe, Sie denken sich selbst irgendetwas aus!” Bei seinem letzten Versuch war Perkins überzeugt gewesen, dass es sowas wie Trolltreppenputzer gab. Der Mann hatte sie nicht alle. Wahrscheinlich hatte er noch nie in seinem Leben überhaupt mit einem Muggel gesprochen.
Er schaute Perkins auffordernd an und hoffte, dass Perkins den Wink verstand und aus seinem Büro verschwand. Er war kein Fan von Gewalt, aber in Ausnahmesituationen konnte man sie zumindest in Erwägung ziehen. Und wenn das keine Ausnahmesituation war, dann wusste er auch nicht weiter.
Aber Perkins verstand tatsächlich und drehte sich um, um das Büro zu verlassen. Er kam aber nicht weit, denn kaum hatte er einen Schritt getan, stieß er mit einer jungen Frau zusammen, die ohne Anzuklopfen in Scorpius’ Büro gestürmt kam.
Scorpius öffnete schon den Mund, um sich darüber aufzuregen, dass anscheinend wirklich niemand die Abteilung für Muggelbelange respektierte (er hatte ewig gebraucht, um diesen Namen durchzusetzen und hatte sich ziemlich lange mit der Frau streiten müssen, die die Durchsagen für den Aufzug machte, aber er hatte es geschafft), als er Carmen erkannte, eine von Roses Kommilitoninnen im St. Mungos. Tränen standen in ihren Augen und sie sah so aus, als würde sie gleich zusammenbrechen. Das konnte nicht nur mit diesem Test zusammenhängen, den sie heute schreiben mussten (obwohl Rose erzählt hatte, dass es ziemlich schwer werden würde).
“Scorpius”, japste sie, stemmte die Hände in ihre Hüften und schnappte nach Luft. “Rose …” Sie brach ab und klammerte sich an der Tischplatte fest. “‘tschuldigung. Bin die Treppe … hochgerannt … und …”
“Was ist mit Rose?!”, unterbrach er sie mit einem unguten Gefühl und sprang auf. Er warf einen Blick auf seine Armbanduhr. Der Test war seit mindestens fünfzehn Minuten zu Ende. Rose hatte ihm versprochen, sofort danach nach Hause zu gehen und sich hinzulegen. Eigentlich sollte es absolut keinen Grund für Carmen geben, durch das Ministerium zu sprinten, um ihm irgendwas über Rose mitzuteilen. Es konnte nichts Gutes passiert sein.
“Sie … ist zusammengebrochen … und … auf … Station … ernst … sofort kommen …” Scorpius hörte ihr nicht weiter zu, sondern ging mit raschen Schritten um seinen Schreibtisch herum und an Perkins und Carmen vorbei.
Er schaute kurz über seine Schulter auf Perkins. “Sagen Sie meinen Schwiegereltern Bescheid!” Ron würde ihn umbringen, wenn er nicht sofort erfuhr, dass irgendwas mit Rose nicht in Ordnung war, aber Scorpius hatte nicht die Nerven, sich selbst darum zu kümmern. Es konnte nichts Gutes bedeuten, wenn seine schwangere Frau zusammenbrach, besonders dann nicht, wenn sie sich in den letzten Wochen so schrecklich verrückt gemacht hatte wegen eines lausigen Tests. Das konnte absolut nichts Gutes bedeuten.
Hoffentlich war es nichts allzu Schlimmes. Hoffentlich war Carmen nur ein bisschen zu dramatisch und übertrieb gerne. Vielleicht hatte sie schon immer mal in ein Büro stürmen und den Menschen darin zu Tode erschrecken wollen, das kam bestimmt schon mal vor.
Rose und dem Baby ging es sicher gut.
Es musste ihnen gut gehen. Es musste einfach.
Denn wenn nicht, dann hatte er keine Ahnung, was er tun sollte.

TBC…

Leave a Reply

Your email address will not be published.